Störungsbilder

In der Praxis für Sprachtherapie im Medical Center II in Unna behandeln wir Patienten aller Altersgruppen vom Kleinkind bis zum Erwachsenen. Es treten die unterschiedlichsten Störungen auf, die alle ein individuelles und kompetentes therapeutisches Vorgehen erfordern. Durch langjährige Berufspraxis und stetige Fort- und Weiterbildungen befinden sie sich hier in guten Händen.

  • APHASIE - zentrale Sprachstörung; Verlust bzw. Störung der Sprache durch Schädigung des Gehirns (z. B. nach Schlaganfall)

    Aphasien sind zentrale Sprachstörungen, die das Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben in unterschiedlichem Maß beeinträchtigen können. Dies bedeutet für die Betroffenen eine große Einschränkung ihrer Kommunikationsfähigkeit. Die Fähigkeit zu denken bleibt erhalten, Aphasie hat nichts mit einer geistigen Behinderung zu tun.
    Die Ursache für eine Aphasie ist in den meisten Fällen ein Schlaganfall, jedoch kann auch eine Hirnblutung, ein Schädel-Hirn-Trauma, ein Hirntumor o.ä. eine Aphasie zur Folge haben.

  • ARTIKULATIONSSTÖRUNG - Aussprachestörung (Dyslalie)

    Bei einer Artikulationsstörung verändern Kinder einzelne Laute oder Lautverbindungen so, dass sie von der Umwelt schlecht oder gar nicht verstanden werden.

    Sie sagen vielleicht „Sotolade“ statt „Schokolade“, „Tutt ma“ statt „Guck mal“ oder „Teppe“ statt „Treppe“. Ein typisches Beispiel ist auch das „Lispeln“ (Sigmatismus interdentalis), bei dem der S-Laut mit der Zunge zwischen den Zähnen gebildet wird.

    Ursache ist oft eine mangelnde Kontrolle und Koordinationsfähigkeit der Artikulationsorgane (Zunge, Lippen, Kiefer, Gaumensegel). Es kann jedoch auch eine „Phonologische Störung“ vorliegen.

  • AUDITIVE WAHRNEHMUNGSSTÖRUNG - Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung und Verarbeitung von Hör-Reizen

    Unter diesem Begriff ist eine Vielzahl verschiedener Beeinträchtigungen des Hörens und der Wahrnehmung zusammengefasst.
    Im Gegensatz zur Schwerhörigkeit ist nicht das Hören an sich beeinträchtigt, sondern die weitere Verarbeitung der zahlreichen Reize und Informationen im Gehirn.

  • AUTISMUS - ausgeprägte Kontaktstörung gegenüber der Außenwelt

    Autismus zählt zu den komplexen Entwicklungsstörungen, die unter dem Begriff Autismus-Spektrum-Störung (ASS) zusammengefasst sind.

    Häufig treten Wahrnehmungsstörungen auf. Da die Reizvielfalt der Umwelt ungefiltert auf Autisten einwirkt, reagiert der Wahrnehmungsmechanismus darauf überselektiv und nimmt nur noch eine Einzelheit auf. Manche Autisten wirken z.B. gehörlos, obwohl die Hörfähigkeit nicht beeinträchtigt ist. Fast immer tritt die Sprachentwicklung verspätet auf, kann aber auch nach einer anfänglich „normalen“ Entwicklung nach und nach wieder zurückgehen. Außer der fehlenden oder verzögerten Sprache können aber auch zum Teil sinnlose Wortkompositionen (Neologismen) oder zusammenhangloses stereotypes Wiederholen von Worten (Echolalie) auffällig sein.

  • DYSARTHROPHONIE - Störung des Sprechens und der Stimme aufgrund von Schädigungen des Gehirns

    Dysarthrophonie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Störungen des Sprechens, die durch erworbene Schädigungen des Gehirns bzw. der Hirnnerven und der peripheren Gesichtsnerven verursacht werden. Es können dabei sowohl die Steuerung als auch die Ausführung der Sprechbewegungen eingeschränkt sein. Dadurch kann die Artikulation von Lauten verformt bis unverständlich verwaschen klingen. Bei der schwersten Störungsform, der Anarthrie, kann eine völlige Unfähigkeit bestehen, Sprechbewegungen auszuführen.
    Bei der Dysarthrophonie sind die am Sprechvorgang beteiligten Muskeln und Organe (Kehlkopf und Stimmbänder) als solche ebenso intakt wie das sprachliche Wissen. Gestört ist lediglich die motorische Innervation der Sprechmuskulatur. Die dabei betroffenen Funktionen sind die Artikulationsorgane (Lippen, Zunge, Kiefer, Gaumensegel), die Atmung und der Kehlkopf. Bei einer Dysarthrophonie ist die Bildung von Lauten (Artikulation) beeinträchtigt, weil der Betroffene die Zunge, den Kehlkopf oder die Lippen nicht mehr koordiniert bewegen kann. Die Ursache dafür kann ein Hirninfarkt in jenen Abschnitten der Hirnrinde sein, die für die Artikulation zuständig sind. Sprechprobleme können aber auch auftreten, wenn die zugehörigen Nervenbahnen gestört sind (Fazialisparese) oder bestimmte Bereiche des Hirnstamms betroffen sind.

    Neben der Dysarthrophonie kann auch eine Aphasie dazu führen, dass sich jemand nach einem Schlaganfall nicht mehr verständlich ausdrücken kann. In diesem Fall ist nicht die motorische Lautbildung betroffen, sondern die höheren Sprachfunktionen, etwa das Bilden grammmatikalisch richtiger Sätze, das Finden der richtigen Wörter oder das Sprachverständnis.

  • Dysgrammatismus - Störung der grammatikalischen Entwicklung

    In der Sprachentwicklung verwendet ein Kind normalerweise nicht sofort korrekte lange Satzgebilde, sondern verkürzt und vereinfacht Sätze und Wortformen. Mit etwa 4 Jahren sollten Kinder jedoch überwiegend grammatikalisch korrekt sprechen. Beim Dysgrammatismus liegt eine Störung der grammatikalischen Entwicklung vor. Fehler können im Satzbau auftreten („Ich Roller fahre.“, „Jonas mir Auto weggenommen hat.“), bei der Wortbildung („Ich bin gelauft.“), bei der Bildung von Pluralformen („Krokodils“), der Artikelwahl („die Tisch“, „der Fenster“) oder der Nebensatzbildung („Ich bin müde wegen ich hab schlecht geträumt.“).

  • Dyslalie - Störung der Lautbildung, Artikulationsstörung.

    Hierbei handelt es sich um eine Störung der Lautbildung, auch als Artikulationsstörung bekannt.

  • Dysphagie - Schluckstörung.

    Bei einer Dysphagie handelt es sich um eine Störung des Schluckvorgangs.
    Schluckstörungen können nach einer Hirnschädigung, z.B. nach einem Schlaganfall, einer Gehirnblutung oder einem Schädel-Hirn-Trauma auftreten. Eine andere Ursache kann eine Operation im Mund- und Rachenbereich sein.
    Der Ablauf des Schluckens ist gestört, wodurch es zum Verschlucken, Husten oder Erbrechen kommen kann. Dies kann sowohl während des Essens und Trinkens auftreten, als auch kurze Zeit später. Dabei besteht die Gefahr, dass Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel in die Atemwege gelangen und dort schlimmstenfalls eine Lungenentzündung verursachen.

  • Dysphonie - Störung der Stimme

    Bei den Stimmstörungen unterscheidet man zwischen funktionellen, organischen und psychogenen.

    1. Funktionelle Stimmstörungen
    Funktionelle Dysphonien sind Erkrankungen der Stimme, die durch die Veränderung des Stimmklangs und eine Einschränkung der stimmlichen Leistungsfähigkeit gekennzeichnet sind. Stimmstörungen entstehen aufgrund einer Überspannung bzw. Unterspannung der am Sprechvorgang beteiligten Muskulatur. Organische Veränderungen sind nicht erkennbar. Ursachen können z.B. übermäßiger Stimmgebrauch bei mangelnder Sprechtechnik, Faktoren wie Konstitution, Persönlichkeit des Sprechenden oder Fehlfunktionen im Atem- und Haltungsapparat sein. Heiserkeit, Sprechanstrengung, verhauchter und kraftloser Stimmklang sind typische Symptome.

    2. Organische Stimmstörungen
    Als organische Dysphonien bezeichnet man Störungen der Stimme, bei denen eine Veränderung der Form, des Gewebes und/oder der Beweglichkeit der Stimmlippen vorliegt. Hierzu gehören z.B. Stimmlippenknötchen, -polypen, -ödeme und -lähmungen. Die Symptome sind ähnlich denen der funktionellen Störungen, jedoch in der Regel verstärkt. Neben der Stimmbelastung sind hier auch häufig chronisch-entzündliche Faktoren oder Nikotinkonsum als Ursachen zu nennen.

    3. Psychogene Stimmstörungen
    Psychogene Dysphonien haben ihre Ursache im psychischen Bereich. Die Symptomatik kann sich in völliger Stimmlosigkeit (Aphonie) oder wie oben beschrieben (funktionelle Dysphonien) darstellen.

    4. Atemstörungen
    Es kommt vor, dass Stimm- und Atemstörungen einander bedingen. So können Atemwegserkrankungen (z.B. das Asthma Bronchiale, die chronische Bronchitis, das Lungenemphysem, die Lungenfibrose u.a.) auch stimmliche Beeinträchtigungen verursachen. Alle diese Erkrankungen gehen mit einem mehr oder weniger starken Gefühl des Luftmangels einher und können je nach Schweregrad zu unterschiedlich ausgeprägten Beeinträchtigungen im Alltag führen. Mit Hilfe einer Therapie kann neben der medikamentösen Versorgung eine dem jeweiligen Krankheitsbild optimal angepasste Atemtechnik erlernt und falsche Kompensationsmechanismen abgebaut werden. So findet eine Verbesserung sowohl des körperlichen Wohlbefindens als auch der Stimmqualität statt.

  • Fazialisparese - meist einseitige Gesichtslähmung.

    Unter einer Fazialislähmung oder Fazialisparese (Gesichtslähmung) versteht man eine Funktionsstörung des Nervus facialis (VII. Hirnnerv) mit Lähmung vor allem der mimischen Gesichtsmuskulatur sowie der anderen von diesem Nerv versorgten Muskeln und Drüsen. Nicht betroffen von der Lähmung ist die Kaumuskulatur, da sie vom Nervus trigeminus versorgt wird. Eine Fazialisparese tritt meist einseitig auf.

  • Mutismus - seelisch bedingte Sprechunfähigkeit oder Sprechverweigerung.

    Mutismus bezeichnet ein teilweises oder vollständiges Nichtsprechen, das seelisch bedingt ist. (lat. mutus=stumm). Die Sprachentwicklung ist weitgehend abgeschlossen und die Mund- und Zungenbeweglichkeit sind fehlerfrei. Unter (s)elektivem Mutismus versteht man eine auf bestimmte Situationen und/oder Personen beschränkte Sprechverweigerung.

  • Myofunktionelle Störung / Orofaziale Dysfunktion

    Myofunktionelle Störung / Orofaziale Dysfunktion
    Hierbei liegt ein Ungleichgewicht der am Sprechen und Schlucken beteiligten Muskelgruppen im Mund- und Gesichtsbereich vor. Sind einzelne Muskeln im Mund- und Gesichtsbereich zu stark oder zu schwach ausgebildet, kann dies zu Artikulationsfehlern und/oder einem falschen Schluckmuster führen. Die Zunge wird beim Schlucken gegen oder zwischen die Zähne gepresst. Hierdurch können Zahnstellungsfehler entstehen, die kieferorthopädisch behandelt werden müssen.

  • Phonologische Störungen - Störungen in der Übernahme der Lautsystematik und -differenzierung im Spracherwerb

    Eine phonologische Störung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Kind Lautbildungsprozesse verwendet, die in der normalen kindlichen Sprachentwicklung nicht oder nur sehr selten auftreten. Beispielsweise „plosiviert“ es die Reibelaute „s“, „f“ und „sch“ („Donne“ statt „Sonne“, „Atte“ statt „Affe“, „Tuh“ statt „Schuh“). Man unterscheidet dabei zwischen einer konsequenten und einer inkonsequenten Störung. Bei der konsequenten Störung wird ein Laut immer durch ein und denselben Laut ersetzt. Indessen kommt es bei einer inkonsequenten Störung zur Ersetzung eines Lautes durch mehrere unterschiedliche Laute. Das Ziel einer phonologischen Therapie ist es, die korrekte Verwendung und Unterscheidung des Lautes zu fördern und die Aneignung des Lautsystems zu erreichen. Dabei stellt die Förderung der phonologischen Bewusstheit (z.B. Wortgliederung in Silben; Reime erkennen und bilden; Erkennen und Bestimmen der einzelnen Laute) den Schwerpunkt einer jeden Therapie dar. Bei einer phonologischen Störung besteht ein erhöhtes Risiko für eine Lese-Rechtschreib-Schwäche. Weiterhin kann parallel zu einer phonologischen Störung eine Artikulationsstörung bestehen. In diesem Fall muss der Laut zunächst angebahnt und gefestigt werden, um ihn dann richtig in das kindliche Lautsprachsystem zu integrieren.

  • Poltern - Redefluss-Störung mit überhastetem Sprechen.

    Hierbei handelt es sich um eine Redefluss-Störung mit schneller, überhasteter Sprechweise. In Folge eines Missverhältnisses der motorischen Sprechfertigkeit zum Sprechtempo kommt es zu einer undeutlichen Aussprache, hohem Sprechtempo und „Verschlucken“ von Silben.

  • Rhinophonie - Näseln.

    Durch organische Veränderungen (z.B. Tumore, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Polypen) oder funktionelle Veränderungen (falsche Sprechgewohnheiten, Dauerschnupfen) im Nasen-Rachenraum stellt das Gaumensegel entweder einen zu schwachen oder zu starken Abschluss zwischen Nasenraum und Rachenraum her. Hierdurch kommt es zu Veränderungen des Stimmklangs und der Lautbildung. In einigen Fällen ist ein operativer Eingriff zur Unterstützung der Gaumensegelfunktion nötig.

  • Sprachentwicklungsbehinderung (SEB) - umfassende Beeinträchtigung der sprachlichen Entwicklung infolge körperlicher und/oder geistiger Behinderungen.

    Eine Sprachentwicklungsbehinderung (SEB) besteht dann, wenn der Sprachentwicklungsrückstand des Kindes sechs Monate und mehr beträgt. Es können sowohl genetische als auch psychische Ursachen vorliegen, im schlimmsten Falle eine Hirnschädigung.

  • Sprachentwicklungsstörung (SES) - Eine SES beinhaltet eine zeitliche und inhaltliche Abweichung vom normalen Spracherwerb eines Kindes.

    Die Kinder fangen verspätet an zu sprechen, sprechen oft so undeutlich, dass sie von ihrer Umgebung nicht verstanden werden und können häufig selbst Sprache nicht gut verstehen. Dies führt auch zu Auffälligkeiten im Spiel- und Sozialverhalten.
    Störungen und Verzögerungen in der Sprachentwicklung können dabei in unterschiedlichen Bereichen auftreten:

    1. Wortschatz
    Der aktive Wortschatz des Kindes ist zu klein. Es kann viele Dinge noch nicht benennen oder verwendet stattdessen Ersatzausdrücke wie „das da“. Das Defizit kann sich dabei auf alle Wortarten beziehen (Adjektive, Verben usw.). Ursache dieser Störung kann z.B. die mangelnde Fähigkeit der Speicherung und des Abrufs von Wörtern aus dem sprachlichen Gedächtnis der Kinder sein.

    2. Dysgrammatismus
    In der Sprachentwicklung verwendet ein Kind normalerweise nicht sofort korrekte lange Satzgebilde, sondern verkürzt und vereinfacht Sätze und Wortformen. Mit etwa 4 Jahren sollten Kinder jedoch überwiegend grammatikalisch korrekt sprechen. Beim Dysgrammatismus liegt eine Störung der grammatikalischen Entwicklung vor. Fehler können im Satzbau auftreten („Ich Roller fahre.“, „Jonas mir Auto weggenommen hat.“), bei der Wortbildung („Ich bin gelauft.“), bei der Bildung von Pluralformen („Krokodils“), der Artikelwahl („die Tisch“, „der Fenster“) oder der Nebensatzbildung („Ich bin müde wegen ich hab schlecht geträumt.“).

    3. Lauterwerb / Artikulationsstörung
    Das Kind ist nicht in der Lage, Laute korrekt zu artikulieren, die es in seinem Alter können sollte. Es entwickelt ein eigenes phonologisches System, in dem es z.B. zu Ersetzungen („Taffee“ statt „Kaffee“) oder Auslassungen („B_ume statt „Blume“) von Lauten kommt.

    Bei einer rein motorischen Artikulationsstörung wird nicht ein Laut durch einen anderen ersetzt, sondern der Laut so verändert, dass er entweder von der Umwelt schlecht verstanden wird oder nicht normal klingt. Ein typisches Beispiel ist der Sigmatismus interdentalis („Lispeln“), bei dem der S-Laut mit der Zunge zwischen den Zähnen gebildet wird. Ursache ist zumeist eine mangelnde Kontrolle und Koordinationsfähigkeit der Artikulationsorgane (Zunge, Lippen, Kiefer, Gaumensegel...)

    4. Auditive Wahrnehmungsstörung
    Im Gegensatz zur peripheren Hörstörung kann das Kind alle Geräusche und Sprachlaute richtig aufnehmen, das periphere Hören (die Reizweiterleitung im Ohr) ist intakt. Geräusche und Laute werden jedoch im Gehirn nicht richtig verarbeitet.
    So kann es zu Störungen in verschiedenen Teilbereichen kommen. Kinder sind teilweise sehr schreckhaft bei lauten Geräuschen, können nicht hören, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt oder können sich Gehörtes nicht gut merken. So kann ein Auftrag wie „Bring die Tasse und die Flasche“ zu lang sein und das Kind kann sich nur einen Teil merken (es bringt z.B. lediglich die Tasse). Für einige Kinder hören sich ähnlich klingende Wörter (z.B. Kanne – Tanne) gleich an.
    Dies kann Auswirkungen auf die Aussprache, das Sprachverstehen und das Lesen und Schreiben lernen haben.

  • Sprachentwicklungsverzögerung (SEV) - zeitliche Verzögerung der Sprachentwicklung bei ansonsten normalem Verlauf

    Die Sprachentwicklungsverzögerung (SEV) ist eine zeitliche Verzögerung des Spracherwerbs bei einem Kleinkind, bei dem die Sprachentwicklung erst mit ca. zwei Jahren einsetzt. Oft tritt später zusätzlich eine Sprachentwicklungsstörung auf. Häufig kann sich hierdurch im weiteren Verlauf eine isolierte Teilleistungsschwäche im Lesen und Schreiben und/oder Rechnen ergeben. Gründe hierfür können sein: Verzögerung der Gesamtentwicklung, Autismus, eine geistige Behinderung, eine Innenohrschwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit, Auditive Wahrnehmungsstörung…

  • Sprachentwicklungsverzögerung bei Bilingualität (Zweisprachigkeit) - zeitliche Verzögerung der Sprachentwicklung wenn zwei Sprachen gleichzeitig erworben werden

    Eine Sprachentwicklungsverzögerung bei Bilingualität (Zweisprachigkeit) liegt vor, wenn Auffälligkeiten in beiden Sprachen vorliegen.

  • Stottern - Redefluss-Störung, z. B. Wiederholungen und/oder Sprechblockaden

    Beim Stottern wiederholen Kinder unfreiwillig Laute und Silben oder dehnen diese. Daraus können Blockierungen entstehen, bei denen das Kind „steckenbleibt“ sowie Begleitsymptome wie Mitbewegungen von Armen und Beinen oder Abbrechen des Blickkontaktes. Stottern ist situationsabhängig und kann in der Intensität stark schwanken. Die Therapie kann die Symptome mindern, indem sie die Angst vorm Stottern nimmt, Sprechtechniken anbietet und durch Beratung das Verhalten der Umwelt beeinflusst.

BERATUNG

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